Eigentlich darf es uns nicht weiter verwundern, dass gerade in dem Jahr ein Tierspiel den lukrativen Spielpreis "Spiel des Jahres" gewinnt, in dem Eisbär Knut die Herzen aller Tierfreunde erobert und den Ideenreichtum findiger Geschäftemacher beflügelt hat. Dabei hat "Zooloretto" überhaupt keine Eisbären zu bieten, sondern Pandas, Elefanten, Kamele und andere Tierarten, die es in unseren Privatzoos unterzubringen gilt. Dafür stehen uns jeweils drei unterschiedlich große Gehege zur Verfügung sowie ein Stall für die Tiere, die dort nicht mehr hineinpassen, denn jedes Gehege nimmt nur eine Tierart auf. Die Transportwagen aber, die wir reihum mit Tieren vom verdeckten Vorrat befüllen, bringen uns meist eine bunte Mischung neuer Tiere |
in den Zoo. So manche Tierart landet deshalb zunächst im Stall, von wo sie nur um den Preis einer Geldaktion aus dem Spiel genommen oder mit einer weniger zahlreichen Tierart in einem der Gehege getauscht werden darf. Je mehr Tiere in den Gehegen, je weniger im Stall, desto mehr Punkte bekommen wir am Ende. Dabei hilft uns eine originelle Sonderregel, unseren Tierbestand zu vergrößern. Sobald sich nämlich ein männliches Tier zu einem weiblichen Artgenossen ins Gehege gesellt, erhalten wir - schwupps - ein Plättchen kostenlos als Nachwuchs. Damit aber war der Ideenreichtum des Spielerfinders anscheinend schon erschöpft. Der Zoobetrieb läuft zwar durchaus reibungslos und dank einfacher, klar erklärter Regeln finden auch Kinder und Ungeübte schnell ins Spiel. Doch statt farbenfroher Exotik erwartet uns ein recht zahmer, fast schon biederer Zeitvertreib: Provinzzoo statt Safaripark. © 2007
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