Via Romana

Alle Wege führen nach Rom, darum ist es im Grunde einerlei, an welchen der vielen Straßen durch die gallische Provinz wir mitbauen - Hauptsache, wir haben den Löwenanteil geleistet, sobald ein Teilstück fertig ist. Dabei können wir uns leider nicht aussuchen, wo wir in dem weitverzweigten Wegenetz unsere Spielsteine platzieren: Auf die richtige Kartenfarbe kommt es an, und die muss zu der jeweiligen Straße passen. Ist eine Straße vollendet, gibt es nur für die Spielsteinmehrheit Punkte, den übrigen Spielern bleiben als Trostpflaster bloß ein paar Karten. Trotzdem regiert nicht allein der Zufall.
Indem wir gleich mehrere passende Karten einsetzen, können wir in einer Stadt auf dem Plan ein Kastell errichten. Das bringt uns nicht nur weitere Punkte, sondern auch der Erfüllung unseres Auftrages näher, denn jeder erhält zu Beginn verdeckt eine Karte, die vorgibt, in welchen Städten er Kastelle zu errichten hat. Dadurch kommen auch Taktiker und Strategen nicht zu kurz, umso mehr, als man Städte mit Straßenspielsteinen auch blockieren kann. Doch trotz oder gerade wegen der fein abgestimmten Spielmechanismen vermag die Reise auf der Via Romana nicht uneingeschränkt zu begeistern. Vieles wirkt konstruiert, zu wenig vom historischen Thema spiegelt sich im Spielgeschehen wieder. Eher was für Vielspieler, denen Tüfteln und Taktieren über Atmosphäre geht. © 2009

Für 2 bis 4 ab 8 Jahren. Von Christian Fiore (Spiel & Grafik) und Knut Happel (Spiel) bei Goldsieber für 25 €.


geht so


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

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