Das "Spiel des Jahres 2006" versetzte uns in eine Zeit, als Briefbeförderung für den Postdienst mehr war als eine lästige Pflicht. Im Auftrag derer von "Thurn und Taxis" knüpften wir im südlichen Teil der deutschen Lande ein engmaschiges Netz von Postverbindungen. Nun zieht es uns mit "Glanz und Gloria" nordwärts, um auch in Preußen und den freien Reichs- und Hansestädten für reibungslosen Postverkehr zu sorgen. Aus den Städtekarten einer offenen Auslage bilden wir möglichst lange Routen, die uns erlauben, in einer Stadt jeder durchquerten Teilprovinz oder in allen Städten einer einzigen kleine Poststationen zu errichten. Für die vollständige Erschließung von Provinzen erhalten wir Punkte, und umso mehr, je früher uns dies im Wettstreit mit der Konkurrenz gelingt. Zwar gehorchen die Postillons
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zwischen Brüssel und Hamburg, zwischen Würzburg und Stettin den gleichen Gesetzen wie die im Süden. Das geht sogar so weit, dass eine Variante das Spiel exakt nach den Regeln des Grundspiels erlaubt. Doch die Erweiterung setzt durchaus auch neue, eigene Akzente. Hier nämlich gibt es keine Kutschenkarten als Lohn für besonders weit gespannte Routen. Stattdessen müssen wir schon vor der Eröffnung einer neuen Poststrecke über "Pferdestärken" entsprechend ihrer Länge verfügen. Das verschafft uns größere taktische Freiräume, weil sich unpassende Städtekarten jetzt in solche Pferdestärken verwandeln lassen. Dadurch entfällt der Zugzwang, Strecken legen zu müssen, selbst wenn uns diese nichts bringen. Andererseits wird uns nun mehr Vorausschau abverlangt, was das Timing unserer Streckenplanungen betrifft. Ein bißchen anders als das Grundspiel, aber dennoch vertraut, ist "Glanz und Gloria" geeignet, frischen Wind in die preisgekrönte Welt der Postbeförderung zu bringen.
© 2007
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