Saga

Nein, die Dame auf dem Titelbild ist nicht Galadriel, auch wenn eine gewisse Ähnlichkeit mit der Film-Elbin nicht von der Hand zu weisen ist. Doch wie immer ihr auch Name lauten mag, ist es unsere ritterliche Pflicht, die Länder ihres Reiches "Saga" zurückzuerobern, aus dem sie von einem abtrünnigen Fürsten vertrieben worden ist. Das ist zu Beginn nicht weiter schwierig, denn alle sechs Regionen werden bloß von versprengten Verrätertrupps verteidigt, die der geballten Macht unserer Handkarten wenig entgegenzusetzen haben. Sobald der Zahlenwert unserer ausgelegten Invasionsmacht den der abtrünnigen Ritter übertrifft, nehmen wir das Land für unsere Herrin in Besitz, doch damit fangen die Probleme erst an: Von nun an bringt jedes Land seinem Statthalter Siegpunkte ein, und sofort führen Neid und
Mißgunst dazu, daß wir gegeneinander das Schwert erheben. Jetzt wird sich zeigen, ob wir vorausschauend gehandelt haben, denn die Ritter, mit denen wir ein Land erobert haben, sind künftig seine Verteidiger, und je höher ihr Wert, desto mehr Aufwand bedeutet es für unsere Gegner, es uns wieder zu entreißen. Nachträglich verstärken gilt nicht; was liegt das liegt. Erst, wenn wir eines Landes verlustig gegangen sind, dürfen wir es mit einer noch mächtigeren Streitmacht wieder zurückerobern, die wir um den Preis kostbarer Siegpunkte zusätzlich mit ehemaligen Verrätern verstärken dürfen. So geht manches Land wie ein Wanderpokal von Hand zu Hand, und es liegt auf derselben, daß sich so ein unritterliches Wettrüsten erst bei voller Spielerzahl richtig entfalten kann. Zu zweit und selbst zu dritt bleibt "Saga" dagegen vorhersehbar und deshalb viel zu langatmig, als daß es einen Versuch lohnen würde. © 2004

Für 2 bis 4 ab 12 Jahren. Von Wolfgang Kramer / Horst-Rainer Rösler und Bernd Wagenfeld (Grafik) bei Kosmos (0711/21910) für 10 €.


nett


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

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