Rette sich wer kann!

Noch vor wenigen Augenblicken zogen Sommerurlauber entspannt ihre Bahnen durch den hoteleigenen Pool. Doch jetzt: Keine Spur mehr von irgendwelchen Urlaubern; stattdessen wimmelt es plötzlich von Krokodilen, die sich kreuz und quer durch das Becken jagen oder an der Poolbar einen Cocktail schlürfen. "Rette sich wer kann!" macht dabei gar nicht erst den Versuch, der skurrilen Hintergrundgeschichte einen Anschein von Plausibilität zu verleihen, dient sie doch bloß dazu, das sehr abstrakte Spielprinzip appetitlich zu verpacken. Von den entfernten Seiten des länglichen Pools schicken wir unsere zweimal sechs Schwimmer zum gegenüberliegenden Beckenrand, wo sie über Leitern die rettende Cocktailbar erreichen. Mit einem Rasterfeld pro Runde geht das eher schleppend, deshalb drehen wir sie alsbald .
auf die Rückseite. Dort warten verschieden schnelle Krokodile nur darauf, das Tempo zu erhöhen und - wenn möglich - den einen oder anderen gegnerischen Schwimmer zu verspeisen. Natürlich fressen sich die flinken Schuppentiere auch gegenseitig, wenn wir sie entsprechend manövrieren, und während der Pool sich zusehends leert, türmen sich unter den Krokodilen Stapel gefressener Spielsteine auf. Erst wenn eine Seite das Becken vollzählig verlassen hat, endet die Jagd und der Spielsteinstapel mit dem höheren Punktwert an der Cocktailbar gewinnt. Schnell und ohne langes Überlegen gespielt, macht das Kampfschwimmen im Touristenbassin sogar Spaß. Beginnen wir aber damit, allzu gründlich über den nächsten Zug zu grübeln, ist es damit bald vorbei. Dann ersetzt trübe Rechnerei das muntere Ärgern - und auch die lustige Grafik täuscht nicht länger darüber hinweg, dass das wilde Treiben im kühlen Nass in Wahrheit allzu trocken ist. © 2004

Für 2 ab 8 Jahren. Von Rudi Hoffmann und Franz Vohwinkel (Grafik) bei Kosmos.


geht so


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

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