"Ponte del Diavolo" ist eine Hommage an den verstorbenen Spielautor Alex Randolph, einen gebürtigen US-Amerikaner, der mit Klassikern wie "Twixt", "Sagaland" und "Inkognito" der Wegbereiter anspruchsvoller Spielkultur war, und den Zeit seines Lebens eine tiefe Liebe mit seiner Wahlheimat Venedig verband. Im Geiste Alex Randolphs beschränkt sich deshalb auch Autor Martin Ebel auf eine einfache Spielidee und wenige, simple Mechanismen. Auf hundert Feldern im Quadrat setzen wir im Spiel zu zweit abwechselnd zwei Steine unserer Farbe oder eine Brücke aus dem gemeinsamen Vorrat auf den Plan. Vier benachbarte Steine bilden eine Insel, |
wohingegen einzelne Steine und Gruppen aus bis zu dreien bloß als Sandbänke gelten, die nicht in die Wertung einfließen. Doch auch für die Inseln erhalten wir am Ende nur Punkte, wenn sie über Brücken mit mindestens einer weiteren Insel verbunden sind, und umso mehr, je länger die Kette der so verbundenen Inseln ist. Doch so einfach die Regeln auch sind - sie genügen, um der gestalterischen Freiheit beim Brückenbau enge Grenzen zu setzen. So darf eine Brücke zwischen zwei Inseln nur freies Wasser überbrücken, niemals fremdes oder eigenes Land. Das erfordert ein sicheres Auge für die manchmal unübersichtliche Spielsituation und eine ruhige Hand für das nicht allzu griffige Material, weshalb die Teufelsbrücke am Ende nicht ganz an die schlichte Eleganz der Spiele von Altmeister Randolph heranreicht. © 2007
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