In einer spielerischen Verbeugung vor Fritz Langs filmischem Meisterwerk lässt uns „Metropolys“ in den Stadtteilen und Vierteln der Zukunftsstadt hohe und immer höhere Gebäude errichten. Jeder verfügt dazu über einen Satz verschieden hoher, durchnummerierter Säulen, welche die Wolkenkratzer symbolisieren. Wer Startspieler ist, setzt eine davon auf ein Feld seiner Wahl. Wie in einer Art architektonischer Versteigerung darf nun jeder dieses Anfangsgebot überbieten, indem er eine höherwertige Säule auf ein freies Nachbarviertel setzt. Will niemand mehr die zuletzt gesetzte Säule übertrumpfen, bleibt nur diese stehen – alle anderen gehen an ihre Besitzer zurück. Dem erfolgreichen Bauherrn winken Punkte: Pluspunkte in einem „schicken Stadtviertel“ oder einem Viertel mit U-Bahn-Anschluss, Minuspunkte auf einer archäologischen Stätte. Dennoch kann es sich
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auch dort zu bauen lohnen, denn wir können noch auf andere Weise Siegpunkte erringen: Wie das filmische Vorbild hat „Metropolys“ eine kurze und eine lange Fassung zu bieten, die es uns etwas großspurig als „zwei Spiele in einem“ präsentiert. Die Familien-Version setzt uns dabei einfache, leicht zu erfüllende Ziele, für die wir Extra-Punkte erhalten, indem wir – je nach Vorgabe einer zufällig und geheim gezogenen Zielkarte – Gebäude neben Flüssen, Brücken, Denkmälern oder am Stadtrand errichten. Die Experten-Version verschärft diese Siegbedingungen: Hier gibt es Extrapunkte nur für Gebäude, die in Gruppen von zwei oder drei an den Landmarken errichtet worden sind. Zudem bringt das höchste Gebäude eines Stadtteils hier ebenfalls Punkte ein. Doch gleich welche Version und welcher spielerische Anspruch: Um aus gleichen Startbedingungen den Sieg zu schmieden, ist neben taktischem Gespür ein Schuss Zockermentalität gefragt – gepaart mit einem Pokerface, wenn es darum geht, das geheime Ziel unserer Bauabsichten nicht zu offensichtlich zu verfolgen. © 2008
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