Metro

Wir schreiben das Jahr 1898. Meter für Meter graben wir uns durch den Untergrund von Paris, um unserer U-Bahn die lukrativsten Strecken zu erschließen. Gestartet wird von festgelegten Ausgangspunkten am Spielfeldrand. Von dort aus bahnen wir uns durch das Auslegen quadratischer Gleiskärtchen einen Weg zu den Stationen unserer Mitspieler oder zu den neutralen Bahnhöfen im Stadtzentrum, sprich: der Spielfeldmitte. Erreicht unsere Strecke das Ziel, gibt es für jedes Gleiskärtchen, über das sie führt, einen Punkt. Sind alle Kärtchen verbraucht, wird abgerechnet. So einfach ist das - und gleichzeitig so schwer, denn immer wieder kreuzen wir die Bahnlinien der Konkurrenz; immer wieder geht es in die falsche Richtung oder gar zurück. Zugleich das Ziel im Auge
zu behalten und die Mitspieler so gut es geht zu behindern erweist sich als wahre Kunst. Kaum zu glauben, daß dieses Spiel - im Selbstverlag unter dem Namen Texas - für lange Zeit ein Schattendasein in Insiderkreisen geführt hat. Wie schön, daß wir jetzt alle dabei sein dürfen. Die knapp gehaltenen Regeln lassen keine Wünsche offen und trotz des einfachen Spielsystems wird Metro dank der Schleifen, Weichen und Kehren zu einer echten Herausforderung für Taktiker und Strategen, die nie an Tempo verliert und bis zum Schluß prickelnde Spannung verspricht. Daß die U-Bahnen aus Holz nicht so recht zur phantastischen Grafik passen ist da zwar schade, fällt aber nicht weiter ins Gewicht bei einem Spiel, wie man es sich öfter wünschen würde. © 2001

Für 2 bis 6 von Dirk Henn und Franz Vohwinkel (Grafik) bei Queen Games für 23 €.


super


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

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