Schon die sechzehnseitige Regel ist eine Herausforderung, und die Vorbereitung der Startaufstellung eine Kunst. Um zwölf Personentafeln mit Portraits berühmter Adliger herum und in den Lücken dazwischen finden kunstvoll arrangiert all die Utensilien ihren Platz, mit deren Hilfe wir als Günstlinge am Hofe Louis des XIV. um Einfluß buhlen: Missionschips, Wappen, Geld und nicht zuletzt die Einflusssteine, die uns des Königs Vertraute gewogen machen sollen. Der Erfolg allerdings ist alles andere als gewiß, denn so fein gefügt und komplex wie das Machtgefüge bei Hofe sind auch die Spielmechanismen, derer wir uns bei dem
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höfischen Ränkespiel bedienen. Wie durch die Schichten einer Zwiebel arbeiten wir uns durch vier Phasen voran: Zuerst erhalten wir Geld und Einflußkarten, platzieren damit unsere Einflußsteine auf den Adligen, von denen wir uns Vorteile versprechen, kassieren überall dort unseren Lohn, wo Einflußsteine die Siegbedingungen erfüllen und vollenden erst dann mit den so gewonnenen Wappen unsere jeweiligen Missionen. Die taktischen Finessen auf dem Weg dahin sind zahlreich, ja gerade anfangs fast unüberschaubar. Aber immer empfinden wir dies mehr als Bereicherung denn als Last: Jedes noch so kleine Detail fügt dem Spiel eine andere Facette hinzu, und es wird noch so manche Partie erfordern, bis wir sie alle wirklich einzusetzen verstehen. Das ist ein harter Brocken selbst für Erfahrene, doch ein Meisterwerk, das zu meistern sich lohnt. © 2005
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