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Knizia und kein Ende: Auch unter den Kartenspiel-Handwerk versteht der in London lebende Erfolgsautor wie kaum ein anderer. Diesmal nimmt er uns mit auf die Suche nach verlorenen Städten - den Lost Cities. Fünf Expeditionsrouten - vom Urwald bis zur Tiefsee - stehen den beiden Spielern zur Wahl, um ihren Forschergeist unter Beweis zu stellen. Jede einzelne, farblich unterschiedene Route besteht aus einer Reihe von neun Karten mit Werten von zwei bis zehn und drei Wettkarten, die - zu Beginn ausgespielt - die Punktsumme der ausgelegten Routenkarten verdoppeln, verdrei- oder gar vervierfachen. Zu Beginn erhält jeder acht Karten, von denen jede Runde eine abgelegt werden muß, bevor man vom Reservestapel oder vom Ablageplan nachziehen darf. Beginnend mit dem niedrigsten Wert oder, falls vorhanden, den Wettkarten, werden die Expeditionskarten in aufsteigender Nummernfolge offen am Spielplan abgelegt. Wann man welche Karte ausspielt, will wohl überlegt sein, denn Lücken in der Zahlenfolge dürfen
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nachträglich nicht mehr gefüllt werden. Legt man etwa nach der blauen vier die sechs, ist die fünf wertlos. Wichtig ist jedoch, nie eine Reihe zu beginnen, mit der man keine 20 Punkte erreicht, denn vom Endergebnis werden stets 20 Punkte als Expeditionskosten abgezogen, so daß leichtfertig begonnene, unvollendete Reihen Minuspunkte einbringen - sogar etliche, wenn man im Überschwang gar eine Wettkarte gesetzt hatte. Beinahe genauso gut wie auf komplexe Strategiespiele versteht sich Knizia auf eher einfache, aber dennoch originelle Kartenspiele. Die im Regelheft vorgesehenen drei Runden einer Partie Lost Cities sind in etwa einer halben Stunde zu schaffen und damit ideal für ein kurzes Spielchen zwischendurch. Nur viel Taktik darf man leider nicht erwarten: Durch das Nachziehen vom Reservestapel bestimmt allein der Zufall, ob und wann man das gewünschte Blatt auf die Hand bekommt. Der taktische Handlungsspielraum beschränkt sich somit auf die Alternative, abgelegte gegnerische Karten aufzunehmen. © 1999 |