"Jenseits von Theben" erwartet uns das Abenteuer Archäologie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Als offenbar polnische Altertumsforscher reisen wir von Warschau aus zu den Schauplätzen früher Hochkulturen der Menschheit, um unser Wissen über die Völker des Altertums und unseren Ruhm als Entdecker zu mehren. Zu diesem Zweck holen wir bei Ausgrabungen in Griechenland, auf Kreta, in Ägypten, Palästina und Mesopotamien vergessene Artefakte ans Tageslicht, doch zunächst brauchen wir dafür das nötige Fachwissen. In Berlin, Paris und anderen Metropolen Europas besuchen wir Bibliotheken, sammeln Hinweise aus der Bevölkerung und rekrutieren Assistenten, wodurch wir überhaupt erst die Fähigkeit erlangen, mit Aussicht auf Erfolg an den Ausgrabungsorten tätig zu werden. Dort angekommen - ob auf dem langwierigen Landweg oder in Windeseile per Zeppelin - beginnen wir damit, die Fundstücke aus dem zur Ausgrabungsstätte gehörigen Beutel zu ziehen. Wie viele, das bestimmt
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unser "Chronokel", eine drehbare Skala, auf der wir unser gesammeltes Fachwissen einstellen und dann ablesen, wie viele Artefakte wir damit in wie vielen Grabungswochen bergen können. Wie im wirklichen Leben gilt dabei: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, und wer mit den Grabungen an einem Ort beginnt, kann im wörtlichen Sinn aus dem Vollen schöpfen. Jedes aus dem Beutel gezogene Artefakt dürfen wir behalten, doch dazwischen gibt es auch allerhand Schutt, den wir wieder in den Beutel zurückwerfen. So wird es im Spielverlauf immer schwieriger, die wenigen verbleibenden Artefakte aus Mengen von Schutt zu bergen. Ausstellungen unserer Fundstücke und Vorträge bei Fachkongressen in Europa bringen uns ebenfalls Punkte, doch sie kosten zugleich wertvolle Zeit - und die ist für alle gleichermaßen begrenzt. Kein Wunder, dass sich eine atemlose Hatz nach unentdeckten Kostbarkeiten entwickelt, bei der wir uns ein bißchen wie Howard Carter fühlen können - oder wie einer seiner polnischen Kollegen. Ganz klar: Hier geht Spielatmosphäre vor Regelfinessen, und wer sich vom oft fruchtlosen Wühlen in wertlosem Schutt nicht frustrieren lässt, wird mit einem spannenden Abenteuer belohnt.
© 2007
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