Als Sohn eines hamburgischen Pastors in der dritten Generation bewegt sich Autor Mac Gerdts auf vertrautem historischem Boden. Darum lässt er uns in der Rolle von Renaissance-Kaufleuten nicht allein nach Reichtum streben: In "Hamburgum" gewinnt, wer durch Spenden für den Kirchenbau das größte Ansehen in der Bürgerschaft erwirbt. Nichtsdestotrotz benötigen wir dafür natürlich auch Geld. Durch Seehandel mit Zucker, Tuch und Bier erarbeiten wir uns die finanzielle Grundlage für den Kauf von Baumaterial, das wir sowohl zum Bau nutzbringender Kaufmannshäuser als auch zum gemeinschaftlichen Ausbau der sechs Hamburger Kirchen verwenden können. Beides ist hier unverzichtbar, denn wer kein Geld in das Gemeindeleben investiert, |
wird in den Stadtteilen keine Baugenehmigung erhalten, und wer keine Kaufmannshäuser erbaut, wird kein Geld zum Spenden haben. So gilt es einerseits, Sparsamkeit und Großmut durch die Wahl entsprechender Spielaktionen in Balance zu halten, andererseits aber ehrgeizig genug zu sein, auch anderer Spieler Kirchenwerk zu vollenden - schließlich winkt für jede Spende reicher Lohn in Form von Prestigepunkten oder Bargeld. Schlüssel zum Erfolg ist bei allem was wir tun das "Rondell", eine Skala mit acht Aktionsfeldern, auf denen wir in jeder Runde bis zu drei Felder vorrücken. Oft geht es dort nur quälend langsam voran, und nie glaubt man, genügend Aktionen durchführen zu können. Aber den anderen Spielern geht es ja genauso, und kluge Planung führt letztlich doch ans Ziel - dafür bürgen fein verzahnte Spielmechanismen, denen das schöne, wenngleich nicht immer praktische Spielmaterial eine stimmige Atmosphäre verleiht. © 2008
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