Dieses New York der Dreißiger Jahre muß ein sozialistisches Parallelwelt-New York sein - eine Stadt im verordneten Einheitsdesign, deren Architekten unter der Willkür zweier Baukommissionen ächzen, die ganze Stadtviertel so schnell verschwinden lassen, wie sie entstanden sind. Inmitten dieses kafkaesken Albtraums stehen wir vor der Herausforderung, entlang der "Fifth Avenue" und anderer Boulevards der nur scheinbar kapitalistischen Metropole Hochhäuser und Geschäfte aus dem Boden zu stampfen, die bei benachbarter Lage Siegpunkte bringen. Nicht einmal die Ladenlokale entspringen freiem Unternehmergeist, sondern werden nach strenger Reihenfolge einer Ablageleiste entnommen, die zugleich die Spieldauer reguliert. Und nur, wo die Kommissionen auf ihrem
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Weg durch die Stadt hölzerne Markierungssteine hinterlassen haben, dürfen wir überhaupt bauen - vorausgesetzt, ein Kontrollgang über das Spielfeld ist gerade beendet. Durch Ausspielen blasser Baukarten in drei Wertkategorien dürfen wir dann die Baugenehmigung ersteigern, was nur bourgeoise Unterdrücker der Werktätigen mit dem häßlichen Wort Korruption in Verbindung bringen würden. Schaut die Kommission mal wieder vorbei, können wir das Viertel werten, um es sofort danach der besseren Übersichtlichkeit halber dem Erdboden gleichzumachen. Wenn schließlich alle Viertel bebaut, gewertet und wieder abgerissen sind, werten wir noch eine Phalanx aus Wolkenkratzern, die wir in den Central Park betoniert haben, um im letzten Moment den einen oder anderen Punkt gut zu machen. Spieltechnisch ist das ein interessanter Abschluss für dieses komplexe, strategische Versteigerungsspiel. Vielleicht bekommen wir ja bei der nächsten Auflage dann auch ein passendes Thema dazu. © 2004
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