Elasund

Kaum zu glauben, daß dies Catan sein soll, das einst so friedliche Eiland, auf dem wir nun die erste Stadt errichten. Obwohl uns "Elasund" in vielen Details an "Die Siedler von Catan" erinnert, dessen selbständiger Ableger es ist, so ganz anders, so ungewohnt aggressiv kommt es daher. Vorbei die Zeit, als wir in fairem Wettstreit miteinander standen - hier regiert das Faustrecht! Auf einem nach Spielerzahl unterschiedlich großen Areal starten wir mit einer handvoll Hütten. Strategisch entlang einer seeseitigen Würfelleiste verteilt, versorgen sie uns auf Würfelwurf mit Geld und
Material für größere Gebäude, für Stadtmauern und unseren Beitrag zum Bau der gemeinsamen Kirche. Auch besetzte Handelsknotenpunkte bringen uns im Rennen um die Punktemehrheit voran, doch wie unsportlich geht es dabei zu! Hier wird nicht mehr gehandelt und getauscht, die einzige Interaktion besteht im gegenseitigen Zerstören der Gebäude - ein destruktives Element, das in einem Aufbauspiel eigentlich fehl am Platze scheint. Trotzdem müssen wir wohl oder übel gegeneinander spielen, denn alles andere wäre wie "Mensch, ärgere Dich nicht" ohne Rauswerfen. Am Ende bleibt darum ein hochkomplexes, abendfüllendes Machtspiel, das uns mehr Denkarbeit abverlangt als Entspannung bietet - geeignet eher für Immobilienhaie als für Siedler. © 2006

Für 2 bis 4 von Klaus Teuber und Tanja Donner (Grafik) bei Kosmos.


geht so


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

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