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Viel hilft viel, dachte man sich wohl bei Hans im Glück und ließ Wolfgang Kramer und Richard Ulrich nach El Grande und zwei Ergänzungssets sogleich ein weiteres, diesmal eigenständiges Spiel nachschieben. Schon auf den ersten Blick kann El Caballero nicht verleugnen, daß es im Kielwasser von El Grande, dem Spiel des Jahres 1996, das Licht der Welt erblickt hat. Angefangen beim spanischen Titel über die altbekannten Machtkarten bis hin zur Illustration von Doris Matthäus sieht es seinem großen Bruder zum Verwechseln ähnlich. Doch das täuscht: Im Inneren der Schachtel verbirgt sich ein völlig anders geartetes Spiel, in dem zwei bis vier Spieler durch geschickten Gebrauch von Caballero-Karten einen Archipel aus quadratischen Inselfeldern ihrer Macht unterwerfen. Die Spielreihenfolge bestimmen wie in El Grande die Machtkarten, von denen wiederum die Zahl zur Verfügung stehender Caballeros direkt abhängt. Die Vorratshaltung erinnert allerdings eher an das Siedler von Catan-Kartenspiel, denn hier wie dort ersetzt simples Drehen der Spielkarten aufwendige Buchhaltung mit Stift und Papier. Wenn nun ein Spieler Caballeros auf die wachsende Inselwelt entsenden will, so legt er eine entsprechende Karte mit der gewünschten Anzahl an ein freies Landfeld. Grenzt eine Caballerokarte auf mehr als einer Seite an Land - etwa durch Zutun eines
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Mitspielers - kommen die betroffenen Caballeros aus dem Spiel, wovor sie nur der Bau eines Castillos bewahren kann. Dann nämlich darf man sie wieder zurück an den Hof holen, und sie bleiben für den weiteren Spielverlauf erhalten. Seefelder bringen zwar auch Punkte, sind aber erst dann von Nutzen, wenn man eine Flotte besitzt; wie die Castillos dargestellt durch einen Kartonmarker. Sieger wird, wer in den beiden Wertungen die meisten Inselfelder unter die Kontrolle seiner Caballeros gebracht hat, wobei durch Flotten erschlossene Seegebiete zusätzlich honoriert werden. Ausschlaggebend ist dabei aber nicht nur die Menge der kontrollierten Inseln, sondern auch deren Größe. Hier heißt es abwägen, denn der Zweitplatzierte erhält stets die Hälfte der Siegpunkte des Inselherren. Ob letztendlich der Besitz der größten Insel zum Sieg führt, die größte Flotte, oder einfach ein regelmäßiger zweiter Platz auf vielen verschiedenen Inseln, entscheidet sich in jeder Partie aufs Neue. So bleibt El Caballero über jeden Verdacht erhaben, nur im Windschatten von El Grande bestehen zu können. Ganz im Gegenteil: Vertrautheit mit den Mechanismen eines Spiels erleichtert den Einstieg in das andere. Das jeweilige Spielprinzip aber ist so grundverschieden, daß El Caballero auch El Grande-Profis vor eine völlig neue Herausforderung stellt. © 1999 |