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Alea ist eine Art Nobelmarke im Ravensburger Spielverlag, bei der anspruchsvolle Titel für Vielspieler erscheinen. Was aber ist ein anspruchsvolles Spiel? Genügt schon ein einigermaßen komplexer Spielablauf, um aus einem einfachen Spiel ein anspruchsvolles zu machen? "Eiszeit" erscheint zunächst tatsächlich recht anspruchsvoll, weil komplex: Auf einem halbherzig aufgebrochenen Rasterfeld aus neun rechteckigen Landschaften platzieren wir mit Spielkarten Mammutherden und Jäger, so dass sich im Augenblick einer Wertung beide im selben Landschaftsfeld aufhalten. Die meisten Jäger in einem Mammutfeld bringen die meisten Punkte, doch auch Jägermehrheiten in leeren Landstrichen fließen in die Wertung ein.
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Der Bewegungsspielraum wird dabei immer enger, denn mit jeder Wertung dringt das Eis in unseren Lebensraum vor. Daraus allerdings eine taktische oder strategische Herausforderung abzuleiten, wäre verfrüht, denn General Zufall und die Launen der Mitspieler entscheiden mit, wo wir bei einer Wertung mit wie vielen Jägern vertreten sind und wo die Mammutherden weiden - vom allseits gefragten Kartenglück ganz zu schweigen. Wo aber das Glück regiert, hat Anspruch nichts zu melden, und so nehmen wir diese Eiszeit als leichten Zeitvertreib, anstatt uns mit fruchtlosem Planen zu plagen. So wird ein nettes, unaufdringliches Spielchen daraus; bloß ein anspruchsvolles eben nicht, wie man es von Alea eigentlich erwartet. © 2003 |