Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Selbst wenn es denn der Wahrheit entspräche würde kein Verlag der Welt sein Spiel "Ziemlich Durchschnittlich" nennen oder "Relativ Bescheiden". Doch dieser Titel hier strotzt nur so vor Selbstbewußtsein und löst schon auf einen flüchtigen Blick hin den ersten Teil seines Versprechens ein: "Einfach Genial" verzichtet auf grafischen oder thematischen Firlefanz und reduziert die Spielidee optisch wie regeltechnisch auf ihren simplen Kern. Aus doppelten Sechsecken mit je zwei farbigen Symbolen legen wir auf dem ebenfalls sechseckigen Plan zusammenhängende Flächen, auf denen uns die Nachbarschaft zu gleichartigen Symbolen
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Punkte einbringt. Ausgehend vom zuletzt gelegten Spielstein wird rundherum in gerader Linie gezählt, und so kommt es immer darauf an, den maximalen Punktgewinn zu realisieren, ohne sich für spätere Runden den Weg zu verbauen. Das funktioniert selbst solitär - gewissermaßen sogar ausschließlich, denn bar jeder spielerischen Interatkion bleiben wir auch zu viert gemeinsam einsam. Dazu beschleicht uns das diffuse Gefühl, alles schon irgendwie zu kennen: Ähneln die Ablagebänke für den Spielsteinvorrat nicht denen aus Rummykub? Und erinnert das Spielprinzip nicht an ein futuristisches "Vier gewinnt" mit Dominosteinen? Aber erscheint dieses Solo für einen bis vier Spieler auch eher erfindungsreich im Neuarrangement bekannter Elemente als wirklich schöpferisch genial, so bleibt es doch auf jeden Fall sehr einfach und sehr schön. © 2004
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