Dschunke

Kaufleute, die auf den schwimmenden Märkten Asiens zu Ansehen und Wohlstand gelangen? Eigentlich keine schlechte Idee für ein Spiel, sollte man meinen, liegen doch hier rechnerisches Kalkül und fernöstliche Exotik beieinander: Fünf Dschunken liegen im Hafen, verbunden durch Stege; hier handeln wir mit Fisch, Gemüse, Gewürzen oder Reis, dargestellt durch Warenkarten. Diese sind unser Handelsgut; für sie erhalten wir später beim Warenpoker Geld. Doch nicht nur mit ihnen können wir unsere Yüan verdienen. Zusätzlich haben wir einen Vorrat sogenannter Ladungsstreifen, die wir in den Laderäumen der Dschunken aufeinanderstapeln. Nicht wir persönlich allerdings; Mittelsmänner erledigen diesen Job für uns.
Mittelsmänner? Ja, denn wann immer wir auf den Dschunken etwas tun möchten, müssen wir uns ihrer Dienste versichern, damit sie für uns neue Ladungsstreifen platzieren, bereits ausliegende zu Geld machen oder uns neue Warenkarten besorgen. Und die brauchen wir eben für besagten Warenpoker, der darüber entscheidet, wer für welchen Rohstoff wieviel Geld erhält. Viele Umstand also, wenig Exotik. Und auch mit rechnerischem Kalkül ist es nicht weit her, weil hier selbst derjenige für Ladungsstreifen Geld erhält, der über gar keine Ladungsstreifen verfügt. Das macht wenig Sinn, überhaupt keinen Spaß und beweist, daß eine gute Idee alleine nichts nützt, wenn sie nicht zum Spielmechanismus passt. © 2002

Für 2 bis 4 Spieler von Michael Schacht und Jörg Asselborn / Christof Tisch (Grafik) bei Queen Games.


bescheiden


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

zurück zum Archiv