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Nur ein Jahr nach seinem Debüt mit dem Piratenabenteuer Freibeuter präsentierte der Aachener Spieleautor Reiner Stockhausen auf der "Spiel '99" ein flottes Kartenspiel rund um die schönen Dine des Lebens. "Mein Haus, mein Auto, mein Boot..." Wohl jeder kennt den Werbespot eines großen Kreditinstitutes, in dem sich zwei smarte Karrieremenschen mit Luxusgütern übertrumpfen. Auch Dolce Vita dreht sich um das süße Leben in Saus und Braus. Durch den geschickten Einsatz ihrer verschiedenwertigen Figurenkarten versuchen drei bis fünf Spieler, möglichst viele wertvolle Luxusgüter zu erwerben. In sieben Reihen zu je neun Karten stehen sieben Luxusgüter in sieben Werststufen sowie Geldkarten in zwei Wertstufen zur Wahl. Möchte man sich nun ein Kleinod unter den Nagel reißen - etwa eine Rolex, ein Pferd oder eine Yacht - platziert man eine beliebige Figurenkarte unter der entsprechenden Reihe. Haben alle Spieler so fünf oder sechs Karten verbraucht, wird abgerechnet: Der Spieler mit der höchsten Punktzahl erhält die erste Karte, der mit der zweithöchsten die nächste und so weiter. Kommt es dabei zu Punktegleichstand, scheiden die betroffenen Spieler aus. In - je nach Spielerzahl - vier bis sechs Runden werden so immer
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mehr Reichtümer angehäuft, aus denen sich am Ende die Siegpunktzahl ergibt. Doch Vorsicht: Von jedem Kartentyp darf man stets nur ein Exemplar besitzen. Hat man also schon ein Auto zu 700 000 Mark und erhält durch ein Mißgeschick ein zweites für 100 000, so muß man das teurere ablegen und den Punktverlust in Kauf nehmen. So entwickelt sich ein munteres Taktikspiel, in dessen erster Runde die Spieler alles zusammenraffen, was sie können, während später mehr und mehr das gegenseitige Ausspielen im Mittelpunkt steht. Mit Dolce Vita ist Reiner Stockhausen ein flottes Kartenspiel gelungen - eines von nur zwei Spielen überhaupt, die der Hans im Glück-Verlag gegenüber dem Prototyp fast unverändert ließ. Während neue Spiele hier sonst bis zu zwei Jahre lang getestet und überarbeitet werden, erwies es sich gleich als so stimmig, daß es sich - nur unwesentlich gestrafft - bereits vier Monate nach seiner Einsendung an den Verlag in den Handel gebracht werden konnte; sogar der Arbeitstitel wurde übernommen. Illustriert von Doris Matthäus, einer der renommiertesten Grafikerinnen der deutschen Spielszene, entstand so ein spielerisch wie optisch ansprechendes Taktikspiel, das in keiner Spielesammlung fehlen sollte. © 1999 |