Der reich bebilderte Spielplan atmet Kinoatmosphäre durch und durch: Die Skyline von Naboo, der Eisplanet Hoth und die geschwungenen Korridore der Wolkenstadt von Bespin versetzen uns schlagartig ins phantastische Star-Wars-Universum,… doch halt: Sind das auf dem Deckelbild nicht Daniel Craig und Nicole Kidman? Tatsächlich: Die computergenerierte Fotomontage bebildert nicht den Krieg der Sterne, sondern das Spiel zum Film "Der Goldene Kompass", welches wie das Spiel zum gleichnamigen Buch die Abenteuer der zwölfjährigen Lyra erzählt - oder es zumindest versucht. Mit eher dürftigen inhaltlichen Anklängen an die filmische Handlung begeben wir auf die Reise entlang der Bilderleisten am Spielfeldrand.
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Durch Einsatz von Karten sammeln wir dort Kartonmarker ein, spielen Kompassplättchen aus und nutzen verschiedene taktische Tricks, um nach drei Etappen die meisten Siegpunkte zu besitzen. Auf dem Weg dorthin spielt der zungenbrecherische "Alethiometer" in jeder Hinsicht eine zentrale Rolle: Mit dieser Skala in der Spielfeldmitte bestimmen wir durch Drehen des Zeigers unsere Aktionsmöglichkeiten für den laufenden Zug. Und dieser Zeiger sorgt auch dafür, dass sich das Brett nach dem Spiel nur mühsam - und nicht gänzlich unbeschadet - wieder zusammenfalten lässt. Das wirkt lieblos, genauso wie der seelenlose Spielmechanismus, der die Reise zwar durchaus reibungslos vonstatten gehen, darüber hinaus aber jede Inspiration vermissen lässt. Die liefert uns höchstens der phantastisch bebilderte Plan, der wirklich Lust macht auf einen richtig schönen Kinoabend. Zum Beispiel mit Star Wars. © 2008
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