Commissario

Auch das zweite kleine Kartenspiel von Phalanx ziert der Name Wolfgang Kramer; diesmal aber hat er sich mit Horst-Rainer Rösner einen Kollegen zu Hilfe geholt. Wer wollte es ihm verdenken, denn nicht einmal als "Commissario" treten wir den schweren Jungs und Mädels alleine gegenüber: Gemeinsam machen wir so lange Jagd auf die verschiedenfarbigen Ganoven in der Auslage, bis ihr Vorrat zur Neige geht und die Spielwelt wieder sicher ist. Je höher ihr Zahlenwert, desto mehr Punkte bringen sie ein, deshalb ist es von größter Wichtigkeit, vor den Kollegen an Ort und Stelle zu sein und die lohnendsten Gauner zu erwischen. Dazu brauchen wir jedoch einen Tipp, den wir durch eine Art Kronzeugenregelung
bekommen: Einen Insassen unseres Gefängnisses lassen wir pro Runde frei. Ist sein Zahlenwert höher als der aller anderen freigelassenen Informanten, wählen wir zuerst einen offenliegenden Ganoven. Für unsere Mitspieler bleibt dann nur zu hoffen, dass sie die Farben ihrer Commisariokarten so ausgewählt haben, dass sie mit dem, was übrig bleibt, noch etwas anfangen können. Wer zu spät kommt, dem gehen bloß kleine Fische ins Netz oder gar unbescholtene Bürger, was zu Recht mit Minuspunkten bestraft wird. All das wäre nun durchaus gefällig, wäre da nicht diese Grafik. Nie hätten wir für möglich gehalten, unter einem professionellen Deckelbild so amateurhaft hingekrakelte Kartenillustrationen zu finden, dass es einem die Laune verhageln könnte - das Auge spielt schließlich mit. © 2004

Für 2 bis 5 ab 10 Jahren. Von Wolfgang Kramer / Horst-Rainer Rösner und Die Agentur (Grafik) Phalanx Games (Niederlande 0031-294/410999) für 10 €.


geht so


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

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