Für das Brot mögen andere sorgen - unsere Welt sind die Spiele! Und was für welche: Prächtige Spektakel mit Löwen und Gladiatoren, Wagenrennen und Schiffsgefechten, mit Schauspiel und Musik. Denn im Wettstreit um die Gunst der Bürger und Honoratioren Roms mimt jeder von uns einen - wie sich hoffentlich herausstellen wird - begnadeten Impresario. Unser Erfolg hängt dabei nicht nur davon ab, welche Schauspiele wir bieten - kleine, übersichtliche Veranstaltungen mit ein paar Musikern und Dekorationen oder gewaltige Darbietungen mit einem Dutzend Programmpunkten und mehr. Nein, entscheidend ist das Publikum. Die Römer lieben die Abwechslung, und je mehr verschiedene Programme wir ihnen bieten, desto zahlreicher strömen sie in unsere Arena. Doch auch für Bequemlichkeit will
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gesorgt sein, deshalb sollten wir die Kampfbahn nicht nur alsbald vergrößern, sondern auch mit Luxusplätzen und einer Kaiserloge ausstatten. Was könnte schließlich besser von der Großartigkeit unseres Schauspiels zeugen als die Anwesenheit des Kaisers selbst? Dass wir uns bei aller imperialen Grandezza auch mit niederem Gezänk abgeben müssen, liegt in der Natur unseres Geschäfts: Auf den Märkten im Zentrum der Stadt stehen wir miteinander in harter Konkurrenz um die zur Verfügung stehenden Spektakelplättchen, mit denen wir unsere Schauspiele bestücken. Drum liefern wir uns gnadenlose Bietgefechte, bei denen das höchste Gebot entscheidet, welches Programm wir in der laufenden Spielzeit aufführen können. Obendrein gibt es immer wieder Verluste zu beklagen, doch auch Medaillen zu gewinnen und taktische Kniffe anzuwenden, die uns auf dem Weg zum größten Impresario Roms von Nutzen sein können. Ein Spiel, so prachtvoll und verschwenderisch wie das alte Rom. © 2007
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