Ein Kinderspiel muss kein Kinderkram sein. "Burg Appenzell" ist eines jener seltenen Spiele für die ganze Familie, bei denen jede Altersstufe auf ihre Kosten kommt. Von den Türmchen an den Ecken des Kartons, der hier als Spielfeld dient, machen wir uns mit kleinen, bunten Mäusen auf den Weg durch das Stammhaus des Fürsten Gregor Gonzola. Vor jeder Erkundungstour lupfen wir die Dächer seiner Burg, um in den darunter zum Vorschein kommenden Räumen Käsepaare in fünf leckeren Sorten einzusammeln. Das erfordert nicht nur klugen Einsatz der verfügbaren Spielaktionen, sondern auch ein gutes Gedächtnis und Glück. |
Denn der Boden des alten Gemäuers ist an vielen Stellen trügerisch und wird uns ein ums andere mal von den Mitspielern unter den Pfoten weggezogen. Da verschwindet mancher Käse rundenlang von der Bildfläche, und wer Pech hat, dem fällt eine Maus in ein finsteres Verlies, aus dem es in der laufenden Partie kein Zurück mehr gibt. So braucht es Aufmerksamkeit, Beharrlichkeit und Geschick, um nach einer halben Stunde das käseköstliche Ziel unserer Mäuseträume erreicht zu haben. Bei der Spielvorbereitung ist allerdings Vorsicht angesagt: Nach dem Ausstanzen der Spielfeldteile darf man die leeren Stanzrahmen keinesfalls wegwerfen, denn sie sind Bestandteil des liebenswert gestalteten dreidimensionalen Spielfelds. Prämiert mit dem Deutschen Kinderspielepreis 2007, macht dieses Kinderspiel auch Erwachsenen Spaß. © 2007
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