Babel

Das hätten wir uns denken können, das das nicht so einfach wird mit dem Turmbau zu "Babel", hatte er doch schon in der Bibel seine Tücken. Auge in Auge, fünf Stück auf jeder Spielplanseite, liegen sich unsere Bauplätze gegenüber, auf denen wir mit Hilfe von Völkerkarten Tempelstufen aufeinanderstapeln. Jedes dieser fünf Völkchen wohnt an einem bestimmten Ort, und um dort bauen zu können, müssen wir erst die entsprechende Karte ausspielen. Welche Völker wir dann aber die eigentliche Arbeit verrichten lassen, ist unsere Sache, denn jedes hat seine Besonderheiten, die uns helfen oder dem Gegner schaden: So bauen Perser zwei Stufen auf einmal, Meder werben Fremdarbeiter an, Sumerer wechseln die Seiten, Hethiter versorgen uns
mit Baumaterial aus gegnerischen Türmen und Assyrer reißen sie sogar ein. Das tun sie aber alle nur dann, wenn wir eine Karte wieder vom Bauplatz entfernen - was wir uns gründlich überlegen sollten, denn ein Tempel kann immer nur so hoch werden wie die Anzahl der Völkerkarten an seinem Bauplatz. Und selbst wenn sie stimmt, brauchen wir immer noch die passende Baustufenkarte aus der Auslage. Eine Vielzahl von Unwägbarkeiten also, die wir bis zum Sieg in den Griff bekommen müssen, und der Weg dahin ist mit den Steinen vieler, vieler Ruinen gepflastert. Doch wenn wir erst gelernt haben, die Eigenarten der Volksstämme für unsere Zwecke zu nutzen, sind es wenigstens nicht mehr die Ruinen unserer eigenen Türme. © 2002

Für 2 von Uwe Rosenberg / Hagen Dorgathen und Claus Schobig (Grafik) bei Kosmos.


schön


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

zurück zum Archiv