Für Zurückhaltung lässt "Attika" keinen Raum: Wer die heiligen Stätten beherrscht, beherrscht das antike Griechenland, deshalb ist Expansion das oberste Gebot. Aus winzigen Siedlungen am Fuße weit verstreuter Tempel führen wir unseren Stadtstaat zum Sieg, indem wir ihn zu einer gewaltigen Metropole ausbauen, die zwei der Heiligtümer verbindet. Bei solch einer herkulischen Aufgabe ist es unumgänglich, die Baukosten so weit als irgend möglich zu reduzieren. Das richtige Bauwerk im richtigen Gelände spart knappe Landschaftskarten, und wer seine Stadtviertel in logischer Reihenfolge erbaut, der baut sogar umsonst. Ablagetafeln helfen, dabei den Überblick zu bewahren und dienen zugleich als Zwischenlager für die frisch erworbenen Gebäude.
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So können wir sie in Ruhe ordnen und für den planvollen Einbau in unser Gemeinwesen sammeln, denn wer ziellos expandiert, stößt auch räumlich bald an seine Grenzen: Platz ist knapp in Griechenland; nur langsam lassen die variablen Geländeteile unser Spielfeld wachsen und eröffnen neue Wege, wo uns Mitspieler zuvor den Weg verbaut haben. Dass wir bis zum Schluss selbst eines komfortablen Vorsprungs nie wirklich sicher sein dürfen, liegt darum auch weniger an strategischen Defiziten unsererseits, sondern vielmehr in der Natur dieses Spiels. Zwar lässt es uns etwas unmotiviert auch ohne zweites Heiligtum gewinnen, sobald wir als erster alle Gebäude verbaut haben. Immer aber kann ein einziger Fehler den Sieg kosten, und wer in Führung liegt, darf sich der ungeteilten Aufmerksamkeit all seiner Mitspieler gewiß sein. Das kann auch mal richtig ärgerlich sein, doch selbst das zeigt ja bloß, wie gern wir der Herr über Hellas wären.
© 2004
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