Alles im Eimer

Gut, das Layout ist unübersichtlich und die Grafik grottenschlecht. Na und? Bei vielen auf den ersten Blick schöneren Spielen wären wir froh, wenn sie auch nur annähernd so viel Spaß machen würden wie das hier. Aus 15 Eimern in fünf Farben bauen wir eine Pyramide und versuchen, die der anderen Spieler durch Ausspielen von Karten zum Einsturz zu bringen. Der Startspieler bestimmt die Kartenfarbe: Reihum bieten wir mit, und können wir den zuletzt gespielten Kartenwert nicht übertreffen, haut es uns einen Eimer dieser Farbe aus der Pyramide. Pech, wenn er in der Mitte steht, denn dann sind auch die Eimer über ihm dahin. Wer zuerst völlig eimerlos dasteht, hat verloren, deshalb müssen wir uns schon beim Bau der Pyramide
daran orientieren, welche Farben wir auf der Kartenhand haben. Doch gemach - auch wenn wir anfangs rote Karten im Überfluss besitzen sollten, wäre es unklug, nun gleich alle roten Eimer in die unterste Reihe zu stellen. Kartennachschub kommt aus dem Nachziehstapel, und was da im Spielverlauf zum Vorschein kommt, wissen nur die Götter. Ein Glücksspiel also, doch die Kunst besteht darin, aus seinem Glück das beste zu machen. Dazu gehört eine ausgewogen konstruierte Pyramide genauso wie das Gespür, wann es sich für einen Eimer zu kämpfen lohnt und wann eben nicht. Zu zweit bringt das nichts, da lässt man's besser bleiben, doch schon zu dritt ist "Alles im Eimer" - da hat Kosmos ganz recht - ein "Knüller für die ganze Familie". © 2002

Für 2 bis 6 von Stefan Dorra und Susanne Reichardt (Grafik) bei Kosmos.


schön


Wertung:
Die Skala reicht von super (6 Raketen) über schön (5 Raketen), nett (4 Raketen), geht so (3 Raketen), bescheiden (2 Raketen) bis daneben (1 Rakete).

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