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Mit Acquire ist bei Hasbro ein lange vergriffener Klassiker in einer Neuauflage erschienen. Zwei bis sechs Spieler ab zwölf Jahren investieren in die Aktien eines oder mehrerer von sechs Unternehmen. Dabei gehören diese Konzerne keinem Spieler allein - alle investieren gleichberechtigt mit, um bei einer Fusion mit ihrem Aktienpaket den großen Reibach zu machen. Je größer der geschluckte Konzern, desto mehr Profit läßt sich erzielen. Eine realistische Börsensimulation darf man aber nicht erwarten, ist es doch hier möglich, Aktien eines aufgelösten Konzerns in der Hoffnung zu behalten, dass er noch einmal neu gegründet wird. Ob das geschieht oder nicht, entscheidet nicht der Zufall, sondern das Spielgeschehen. Jeder Konzern entsteht aus Spielsteinen, die auf nummerierte Felder gesetzt werden. Sind zwei Nachbarfelder mit Steinchen belegt, entsteht automatisch ein Konzern, der mit jedem weiteren Stein expandiert und von dem nun Aktien gekauft werden dürfen. Nachschub wird aus dem verdeckten Vorrat
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gezogen, wodurch ein gewisses Zufallselement ins Spiel kommt, das aber insgesamt kalkulierbar bleibt. Wenn schließlich mangels freier Felder kein Spielstein mehr gesetzt werden kann, erfolgt die Endabrechnung. Alle Haupt- und Zweitaktionäre bekommen nun einen Bonus, und alle Ationäre dürfen ihre Wertpapiere zum aktuellen Kurs verkaufen. Gekleidet in ein simples, aber elegantes Regelkostüm erfordert Acquire einige Voraussicht, um aus begrenzten Finanzmitteln die maximale Rendite herauszukitzeln. Ein bißchen Zocken darf man dabei dank der zum zweiten mal gegründeten Konzerne auch, denn manchmal kann es sich durchaus lohnen, Aktien pleite gegangener Unternehmen zu behalten. Das ist zwar alles nicht mehr so taufrisch wie am ersten Tag, schließlich gibt es ja inzwischen eine Vielzahl ähnlicher Spiele. Aber Spieler, die auf Grundlage weniger Regeln gerne komplexe Strategien entwickeln, sind hier auf alle Fälle immer noch an der richtigen Adresse. © 2001 |