Das "Abenteuer Menschheit" beginnt in Afrika; ganz so, wie in der gleichnamigen Artikelreihe des "Stern". Doch nicht lange, und der jetzt noch grüne Kontinent verwandelt sich in eine lebensfeindliche Wüste. Und wer ist schuld? Der Homo Sapiens natürlich; genaugenommen vier Vertreter seiner Art, nämlich wir. Unsere einzige Chance liegt in der Anpassung an die Lebensverhältnisse andernorts, deshalb verbreiten wir uns so schnell es geht über eine Erde, deren sechseckige Landschaftsfelder den "Siedlern von Catan" entlehnt sind, angepasst an die Topographie unseres Planeten. Ausgehend von Lagerfeuern, die bei den klassischen Siedlern Dörfer gewesen wären, geben wir Rohstoffkarten aus, um Kundschafter zu entsenden und dort sesshaft werden zu lassen, wo das Land genügend neue Rohstoffe verspricht. Das gibt Punkte, doch der Weg dahin ist beschwerlich, denn Straßen gibt es nicht und selbst grundlegende Fortschritte müssen erst mit Rohstoffkarten erkauft werden. So erhöht bessere "Nahrung" die Reichweite unserer Kundschafter; Fortschritte bei "Jagd und Kampf" erlauben uns, Säbelzahntiger oder Neandertaler zu versetzen,
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die hier die Rolle des Räubers übernehmen. Fortschritte bei "Kleidung" und "Konstruktion" machen dagegen eine Reihe von Spielfeldern entlang der Kontinentalgrenzen zugänglich, für die wir mit Sonderaktionen verbundene Ereignis-Chips erhalten - unter anderem eben auch die, ein Spielfeld des afrikanischen Mutterlandes veröden zu lassen. Das passt nun nicht nur geradezu perfekt zur (prä-)historischen Hintergrundgeschichte, sondern wirkt zugleich als kraftvoller Spielmotor, denn je länger wir in Afrika herumtrödeln, desto größer ist die Gefahr, dass die Wüste unsere Rohstoffquellen begräbt. Einziges Problem dabei: Wem die Würfel nicht rechtzeitig Rohstoffe bringen, der bekommt irgendwann gar keine mehr und verliert unwiderruflich den Anschluss; zudem benachteiligt ausgerechnet die Startaufstellung für Anfänger einen Spieler spürbar. Damit wir uns nicht falsch verstehen - spannende Aufholjagden gibt es hier auch; nur für den letzten Afrikaner leider kaum mit Aussicht auf Erfolg. Wer die Siedler schon kennt und schätzt, wird das eher als Herausforderung begreifen - als ein faszinierendes neues Szenario, das ohne Grundspiel auskommt und trotz Verquickung mit der massenwirksamen Magazinserie auf eine klar umrissene Zielgruppe zugeschnitten ist: Stern lesende Siedler-Fans. Der Rest übt besser erstmal auf Catan. © 2003
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