Großkampftag für Tabletopspieler: Der Games Day 2003 stand wieder ganz im Zeichen dessen, was der Veranstalter gerne das "Games Workshop-Hobby" nennt. Bis in den späten Sonntagnachmittag konnten sich an 21 Spieltischen rund 3000 (Vorjahr: 2600) Hobby-Generäle aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland in Warhammer, Warhammer 40.000, Epic 40.000, Der Herr der Ringe oder Blood Bowl miteinander messen.
Besonderes Aufsehen erregte dabei die maßstäbliche Nachbildung der Feste von Helms Klamm (Bild rechts) aus dem zweiten Teil der Herr der Ringe-Verfilmung, für die ein Mitarbeiter der Erfurter GW-Filiale in nur zwei Wochen die rekordverdächtige Zahl von 1500 "Uruk Hai"-Miniaturen bemalt hatte.
Höhepunkt des Schlachtgetümmels war aber das Endspiel der Sturm des Chaos-Sommerkampagne (Bild links), bei dem kampferprobte Games Workshop-Mitarbeiter gegen die Chaos-Horden von Hobby-Spielern aus der ganzen Republik antraten, die bei offiziellen Spiel-Events auf sich aufmerksam gemacht hatten. Denkbar knapp behielt am Ende das GW-Team mit seiner imperialen Armee die Oberhand.
Bis zum Stichtag am 24. August waren zuvor mehr als 200.000 Partien von über 60.000 Einsendern per Online-Formular an die Düsseldorfer GW Deutschland-Zentrale eingesandt worden. Ihre Auswertung wird in einigen Wochen darüber entscheiden, wie es mit dem Warhammer 40.000-Universum weitergeht - und zwar bindend!
Wer es durch die Trauben von Wartenden schaffte, konnte die Ehrengäste Pete Haines (W40K-Spieldesignerteam), Karl Kopinski (Illustrator), Keith Robertson ('Eavy Metal-Painter), Graham McNeill (Romanautor) und Aly Morrison (Sculptor) über ihre Arbeit ausfragen - wobei sie alle von einem Überraschungsgast in den Schatten gestellt wurden: dem riesenhaften Chaos-Warlord Engra Todesklinge (Bild rechts), seines Zeichens Vernichter von Praag und Titelheld des Armeebuchs Horden des Chaos.
Emsiges Schubsen und Drängeln herrschte auch im Saal mit den Exponaten für die Golden Demon-Verleihung. In drei von 15 Kategorien konnte hierbei Florian Kniep eine der begehrten Statuetten erringen, was ihm darüber hinaus das handgeschmiedete "Slayer Sword" des Gesamtsiegers einbrachte.
Beim Gewandungswettbewerb ging jedoch ausgerechnet die wohl meistfotografierte Verkleidung des diesjährigen Games Day leer aus. Unter allgemeinem Kopfschütteln wurde der Space Wolves "Wolfscout" (Bild links) von der Jury auf die Plätze verwiesen.
Fotos & Logo: © Games Workshop