Die "Action 2009" in Rheindahlen
04.05.2009
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Vampire, Piraten, Zombie-Soldaten

Bunter und abwechslungsreicher denn je präsentierte sich das Angebot an Tabletop-Mitmachrunden bei der „Action 2009“, der jährlichen Wargames-Convention des Rheindahlen Wargames Club.

War es der strahlende Sonnenschein? War es der späte Termin? Am ersten Mai-Wochenende kamen noch weit mehr Besucher als sonst zur „Action“ in die Rheindahlen-Rooms der NATO Joint Headquarters (JHQ) in Rheindahlen. Auf fast 30 Tischen erwartete sie dort ein Querschnitt durch die Welt des Miniaturenspiels zu Lande zu Wasser und in der Luft.

Absoluter Hingucker der diesjährigen Show war „Nosferatu, a Symphony of Horror“, ein Vampir-Tabletop im 28mm-Maßstab, dessen Spielfeld den Kulissen der Dracula-Verfilmung von Friedrich Wilhelm Murnau bis ins letzte Detail nachempfunden war – inklusive einer liebevollen Miniaturnachbildung des großen Regisseurs persönlich. Ebenfalls besonders sehenswert: das Piraten-Display der „Kurpfalz Feldherren“ aus Heidelberg. Auf drei perfekt modellierten Geländeplatten stellten sie den Überfall Henry Morgans auf die Stadt Panama im Januar 1671 nach, ebenfalls mit 28 mm großen Figuren.

Auch an den übrigen Spieltischen gab es für jeden Geschmack etwas: Von Zombie-Soldaten und Kampfrobotern über napoleonische Land- und Seegefechte bis hin zu Schlachten der Antike waren alle Genres und Epochen vertreten, wenngleich Klassiker wie Warhammer und Warhammer 40.000 gegenüber exotischeren Spielen diesmal etwas in den Hintergrund traten.


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Alle Fotos © Monika Salz 2009. Logo © Rheindahlen Wargames Club 2009



Für reibungslose Versorgung mit kühlen Getränken und heißen Speisen zu zivilen Preisen sorgte wieder das Personal der Navy, Army and Air Force Institutes (NAAFI). Nur das Organisationsteam der „Action“ hatte im Vorfeld erneut eine Herausforderung zu meistern: Überraschend fand der „Salute“, die größte Wargames-Convention Europas, in diesem Jahr am letzten März-Wochenende statt. So musste die für das gleiche Wochenende geplante „Action“ kurzfristig auf den ungewohnt späten Termin im Mai ausweichen.

Auch 2010 wird es eine „Action“ im JHQ geben, dann wieder im März. Für das Jahr 2011 ist eine weitere „Action“ wahrscheinlich, denn die geplante Schließung des Hauptqartiers des Allied Command Europe Rapid Reaction Corps (ARRC) wird sich noch etwas verzögern. „Das JHQ wird zwei bis drei weitere Jahre in Rheindahlen bleiben“, erklärt dazu Adie Russell, Chief Stewart im Organisationsteam der Action. „So lange wird es dauern, anderenorts Büroräume für das JHQ-Personal zu finden.“ Und den bisherigen Erfolg vorausgesetzt, wird es so lange auch weitere „Actions“ geben.

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